Unser Engagement für nachhaltiges Reisen in Albanien
Studiosus übernimmt bei seinen Reisen Verantwortung für Mensch und Umwelt. Ein wichtiges Instrument dabei sind Dialogforen, Workshops und Impact Assessments vor Ort.
Seit über 20 Jahren führt Studiosus sogenannte Dialogforen in den Gastgeberländern durch. Bei diesen Gesprächsrunden sitzen Vertreter von Studiosus, Hotels, Naturschutzbehörden, Tourismusämtern, Gemeinden und andere lokale Beteiligte an einem Tisch, um gemeinsam nachhaltigen Tourismus zu gestalten. Themen-Workshops vor Ort ergänzen dieses Format. 2025 fanden solche Dialogforen und Workshops unter anderem in Albanien statt.
Nachhaltigen Tourismus in Albanien fördern
Albanien erlebt ein rasantes touristisches Wachstum, auch bei Studiosus-Gästen wird es als Reiseziel immer beliebter. Für Studiosus Anlass genug, im September 2025 den Dialog mit lokalen Partnern und Organisationen zu nachhaltiger Tourismusentwicklung, Naturschutz und zum Kinderschutz vor Ort zu suchen.
In Gesprächen mit Vertreterinnen und Vertretern der GIZ Albania (Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit), der Heinrich-Böll-Stiftung und der albanischen Naturschutzorganisation PPNEA ging es um Chancen und Herausforderungen des schnell wachsenden Tourismussektors.

Themen wie verantwortungsvolle Entwicklung, Schutzgebiete und lokale Wertschöpfung standen im Mittelpunkt – ebenso die Frage, wie sich Wachstum, Sozial- und Umweltverträglichkeit in Einklang bringen lassen. „Daraus ergaben sich auch diverse konkrete Aktivitäten, Projekte und Begegnungen, die in unsere Reisen aufgenommen werden könnten. Beispielsweise die Besichtigung des Vogelschutzprojekts im Vjosa-Delta mit einer lokalen Naturschutzexpertin oder gemeinsames Brotbacken in einer traditionellen Bäckerei“, erklärt Tony Reyhanloo, Leiter der Abteilung Corporate Responsibility bei Studiosus. „So wirkt Tourismus positiv: für den Naturschutz und für eine ländliche Entwicklung, die den Menschen vor Ort zugutekommt.“

Auch im Nachhaltigkeits-Workshop mit unseren albanischen Leistungspartnern vor Ort wurde intensiv gearbeitet: Gemeinsam haben die Teilnehmer Handlungsfelder und Prioritäten identifiziert – von Umwelt- und Abfallthemen bis hin zur Förderung lokaler Produkte. „Besonders freut uns, dass ein wichtiger Leistungspartner nach dem Workshop sogar eine Nachhaltigkeitszertifizierung anstrebt. Wir sind weiterhin eng im Austausch mit ihm und unterstützen ihn bei weiteren Schritten, um dieses Ziel zu erreichen“, erklärt Tony Reyhanloo.
Engagiert zum Schutz von Kinderrechten
Ein weiterer Schwerpunkt war der Kinderschutz-Workshop, den wir gemeinsam mit der Kinderschutzorganisation ECPAT Albania und unseren Leistungspartnern für die Balkanregion durchführten. Ziel war es, das Bewusstsein für Kinderrechte und den Schutz von Kindern zu stärken, da die Zahl der ECPAT Albania gemeldeten Fällen von sexueller Ausbeutung von Kindern im touristischen Sektor gestiegen war. Am Workshop teilgenommen haben u. a. Hotels, Restaurants und lokale Reiseleiterinnen und Reiseleiter. „Das Feedback der Teilnehmenden war äußerst positiv. Viele betonten, dass das Thema in Albanien im touristischen Kontext bislang kaum Beachtung gefunden habe und künftig stärker berücksichtigt werden solle“, zeigt sich Severin Eder aus der Studiosus-Corporate-Responsibility-Abteilung bestärkt.
Und Altin Hazizaj, Geschäftsführer von ECPAT Albanien, ergänzt: „Das Engagement von Studiosus für den Kinderschutz ist von großer Bedeutung. Wenn Reiseveranstalter Verantwortung übernehmen und Prävention aktiv in ihre tägliche Arbeit integrieren, stärkt dies unsere gemeinsame Mission, Kinder zu schützen. Für ECPAT Albanien ist die Partnerschaft mit einer so engagierten Organisation der Schlüssel zur Schaffung sicherer Umgebungen für Kinder im gesamten Tourismussektor.“
Außerdem wissenswert
Im Frühjahr 2025 fand ein Studiosus-Dialogforum in Tansania statt. Hier ging es um Landrechtskonflikte sowie den Ressourcendruck und die Tourismusentwicklung, welche die traditionelle Lebensweise des Hirtenvolks der Massai in Ngorongoro und in der Serengeti immer mehr in Bedrängnis bringen. Gemeinsam mit den Massai wurde ein Leitfaden für die Treffen mit den Einheimischen im Rahmen von touristischen Rundreisen entwickelt. So sollen die Bedürfnisse der verschiedenen Beteiligten stärker berücksichtigt werden.
Im November 2025 lud Studiosus zu einem weiteren Dialogforum im indischen Ranthambore-Nationalpark ein. Hier waren die Auswirkungen des Tigertourismus auf die Tiere im Park und auf die Menschen in der Umgebung das Thema. Es wurden u. a. sogenannte Rules of the Jungle vereinbart, also Verhaltensempfehlungen für Touristen bei Tiger-Safaris, die zu Verbesserungen für die Tiere, die Natur und die Einheimischen führen sollen.
Ende Mai 2026 führte Studiosus zusammen mit Hauser Exkursionen ein menschenrechtsbezogenes Impact Assessment in Marokko durch – also eine Untersuchung der Folgen, die der Tourismus auf die Menschenrechte in dem Land hat.